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Key Takeaways

Rat erfordert Beteiligung: Menschen engagieren sich stärker, wenn sie um Rat gefragt werden, weil sie Ihre Ziele und Einschränkungen verstehen müssen, anstatt nur auf ein bestimmtes Ereignis zu reagieren.

Rat ist auf morgen ausgerichtet: Wenn Sie Ihre Fragen so stellen, dass sie auf die Zukunft gerichtet sind, verändert sich sofort die Grundhaltung Ihrer Gespräche.

Feedback ist rückblickend.: Feedback bewertet, was bereits geschehen ist, und kümmert sich nicht um die Zukunft.

Forschende an der Wharton School entdeckten etwas kontraintuitives: Menschen setzen sich tatsächlich intensiver auseinander, wenn sie um Rat gebeten werden, als wenn sie um Feedback gebeten werden.

Josh Gordon – TLP Newsletter Headshot

Irgendwann wurde „Bitte um Feedback“ zum Standard-Ratschlag für Führungskräfte. Man findet ihn in Büchern, bei Mentoring-Gesprächen und in Entwicklungsprogrammen für Führungskräfte. Es ist ein brauchbarer Ratschlag – aber es ist nicht der BESTE Ratschlag.

Feedback ist per Definition auf die Vergangenheit ausgerichtet. Die implizite Frage hinter ‚Feedback‘ lautet: Was ist gerade passiert? Und diese Frage (so gut gemeint sie auch ist) hilft Ihnen nicht, morgen besser zu führen.

Fragen Sie nach Rat, nicht nach Feedback.

Diese beiden Begriffe erscheinen austauschbar, sind es aber nicht. Feedback ist rückblickend – es bewertet, was schon passiert ist. Rat ist vorausschauend – er richtet den Blick darauf, was als Nächstes geschehen sollte. 

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In dem Moment, in dem Sie das Wort wechseln, verändern Sie das ganze Gespräch. Bitten Sie ein Gemeindemitglied um Feedback zu Ihrer Predigt, wird es Ihnen erzählen, was Sie gerade getan haben. Bitten Sie dasselbe Mitglied um Rat, wie Sie Ihre nächste Predigtreihe angehen sollen, muss es sich mit Ihnen die Zukunft vorstellen.

Das eine dieser Gespräche informiert Sie besser über die Predigt, die Sie gerade gehalten haben.

Das andere bereitet Sie besser auf die nächste vor.

Warum Menschen besseren Rat geben als Feedback

Forschende an der Wharton School entdeckten etwas kontraintuitives: Menschen setzen sich tatsächlich intensiver auseinander, wenn sie um Rat gebeten werden als um Feedback. 

Eigentlich sollte Feedback doch einfacher sein – schließlich reagiert man nur auf etwas, das schon geschehen ist. Rat hingegen erfordert echte Denkarbeit. Um Rat zu geben, muss ich Ihre Situation, Ihre Einschränkungen und Ziele verstehen. Ich muss vorausschauen und überlegen, was ich an Ihrer Stelle tun würde.

Wenn ich Ihnen einen Rat gebe, werde ich – zumindest ein Stück weit – selbst ein Teil Ihres Erfolgs. Ich will sehen, wie die nächste Umsetzung gelingt. Ich bin neugierig, ob mein Vorschlag geholfen hat. Feedback ist eine bloße Transaktion. Rat hingegen ist der Beginn einer Partnerschaft.

Der praktische Unterschied

Sie brauchen weder eine neue Struktur noch einen formalen Prozess. Es reicht, ein paar Fragen auszutauschen:

  • Statt: „Wie fandest du die Predigt heute Morgen?“
  • Besser: „Was sollte ich beim nächsten Mal anders machen?“
  • Statt: „Wie findest du, lief die Vorstandssitzung?“
  • Besser: „Worauf sollte ich deiner Meinung nach bei der nächsten Sitzung besonders achten?“
  • Statt: „Habe ich das gut gemacht?“
  • Besser: „Wenn du jetzt an meiner Stelle wärst, wie hättest du das anders gemacht?“

„Rat-förmige“ Fragen signalisieren dem Gegenüber, dass Sie keine Wertung suchen, sondern einen nächsten Schritt. Diese Haltung verändert das Gespräch von Anfang an.

Die entscheidende Frage:

Suchen Sie sich jemanden, dem Sie vertrauen – einen Mentor, ein Teammitglied, eine ehrenamtliche Leitungsperson oder Ihre:n Partner:in – und stellen Sie vor dem Sonntag diese Frage:

„Basierend auf dem, was du in letzter Zeit gesehen hast: Worauf sollte ich in meinem pastoralen Dienst mehr achten?“

Merken Sie, wie sich das anders anfühlt? Es ist zukunftsorientiert, betrachtet Sie als eine Person, die in Bewegung ist. Es setzt voraus, dass Sie den Kurs ändern, wachsen und Neues ausprobieren können.

Die Rückmeldungen, die Sie bekommen, prägen die Führungskraft, die Sie werden.

Pastor, fangen Sie an, nach ‚Morgen-Fragen‘ zu suchen. Die Antworten werden besser – und das Gespräch ebenfalls.

Joshua Gordon

Joshua Gordon ist Laienpastor, Autor und leitender Redakteur bei TheLeadPastor.com. In den letzten zwei Jahrzehnten hat Josh eng mit Pastoren und anderen christlichen Leitern zusammengearbeitet, um ihnen zu helfen, ihre Botschaften zu schärfen und zu verbessern. Heute ist Joshua Pastor bei der New Life Fellowship, einer florierenden Kirche, die er in Cambridge, Ontario, Kanada, mitbegründet hat.



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