Zuerst für Smartphones gestalten: Ein großer Teil der E-Mails wird auf dem Smartphone geöffnet. Achten Sie darauf, dass das E-Mail-Format dafür optimiert ist!
Eine E-Mail pro Woche reicht (meistens): Konsequenz schafft Vertrauen. Zu häufige E-Mails führen dazu, dass Sie ignoriert werden.
Mit dem Zweck beginnen, nicht mit der Plattform: Werkzeuge lösen keine unklaren Ziele – Klarheit schon.
Church E-Mail-Marketing ist nicht schwierig, weil die Werkzeuge schlecht sind – es ist schwierig, weil die meisten Gemeinden es als Pflichtaufgabe statt als Dienst betrachten.
Ich kenne das: Eine Gemeinde eröffnet ein Mailchimp-Konto, wählt eine glänzende Vorlage und beginnt, Ankündigungen zu verschicken ... aber mit wenig Strategie oder Nachdenken. Es ist einfach eine Parade von Gemeinde-Essen und Predigtreihen-Titeln, die direkt im Spam-Ordner der Leute landen.
Wenn E-Mail zu einer Pflicht wird, führt das zu:
- Gemeindemitglieder, die wichtige Ereignisse oder Neuigkeiten verpassen, weil sie die E-Mail nicht einmal sehen
- Mitarbeitende, die Zeit mit dem Versenden von „Erinnerungen“ verschwenden, die niemand liest
- Eine Kommunikationslücke zwischen Bühne und Posteingang – eine, die Vertrauen und das Dranbleiben zerstört
Aber E-Mail muss nicht kalt, chaotisch oder ungelesen bleiben ... tatsächlich kann sie einfach, klar und ohne viel zusätzliche Verwaltungsarbeit funktionieren. Die meisten Gemeindemanagement-Tools bieten heutzutage sogar großartige Newsletter-Funktionen.
In diesem Artikel stelle ich 10 Wege vor, wie du das E-Mail-Marketing deiner Gemeinde effektiver, seelsorglicher und viel einfacher gestalten kannst. Kein Fachchinesisch. Kein Marketing-Geschwurbel. Nur praktische Schritte, damit deine Nachrichten die Menschen wirklich erreichen und dienen.

Tipp #1: Beginne mit dem Zweck, nicht mit der Plattform
Viele Gemeinden arbeiten so: Sie wählen ein Kirchenmarketing-Tool, nehmen eine Vorlage und verschicken Updates. Doch ohne einen klaren Zweck für deinen E-Mail-Verteiler werden eure Newsletter bloß zu Lärm. Ein Punkt auf der Checkliste. Ein weiterer digitaler Ruf ins Leere.
Bevor du deine nächste Betreffzeile schreibst, frage dich: Warum verschicken wir diese Nachricht? Für wen ist sie? Was sollen die Leute fühlen, verstehen oder tun, nachdem sie sie gelesen haben?
Wenn deine E-Mails die Menschen nicht auf Jesus oder tiefere Gemeinschaft hinweisen, was erreichen sie dann überhaupt? Eine seelsorgliche E-Mail-Strategie bewirkt zwei Dinge:
- Diene deiner Gemeinde, indem du auf ihre wirklichen Fragen, Bedürfnisse und nächsten Schritte eingehst
- Richte ihren Blick neu auf Jesus, besonders mitten in der Woche, wenn es schwierig werden kann.
Merke: Die Wahl des Tools ist fast unwichtig, wenn das Ziel nicht klar ist. Starte mit dem Zweck, stelle die Verbindung zu deiner Kommunikationsstrategie der Gemeinde her, dann wähle die Plattform.
Mein erster Impuls ist es meistens, einfach irgendwo einzusteigen (wie Livestreaming oder Instagram zu nutzen) – weil es wertvoll schien und viele andere es auch gemacht haben.
Joshua Gordon
Tipp #2: Versende eine E-Mail pro Woche (außer in Notfällen)
Beim kirchlichen E-Mail-Marketing sollte das Ziel nicht ständige Kommunikation sein, sondern beständige Kommunikation. Eine gute E-Mail, immer am selben Tag pro Woche versendet, schafft mehr Vertrauen als ein Dutzend Updates über 3-4 Wochen verteilt.
Eine wöchentliche E-Mail funktioniert am besten, wenn sie:
- Planbar: Immer am gleichen Tag (idealerweise Dienstag oder Mittwoch)
- Übersichtlich: Kurz, klar und leicht auf dem Handy zu überfliegen
- Handlungsorientiert: Enthält klare Links zu nächsten Schritten, nicht nur Event-Rückblicke
Mehr E-Mails ≠ mehr Beteiligung. Eine gute baut Vertrauen auf. Das sorgt dafür, dass Leute die E-Mails öffnen – und handeln.

Tipp #3: Nutze die Funktion „Zielgruppen-Segmente“.
Nicht jeder in deiner Gemeinde braucht die gleiche E-Mail. Und wenn du jede Person behandelst, als wären alle in der gleichen Lebensphase, kommen Mails heraus, die vage, irrelevant oder schlichtweg nervig wirken.
Segmentierung bedeutet, die Zeit und Aufmerksamkeit Ihrer Gemeindemitglieder zu respektieren. Es ist der Weg, die richtige Botschaft zur richtigen Zeit an die richtigen Menschen zu senden. Das ist kein ausgeklügeltes Marketing – das ist schlichtweg gute Fürsorge.
Überlegen Sie, Ihre Abonnenten in Gruppen basierend auf ihrer Verbindung zur Gemeinde zu segmentieren, wie zum Beispiel:
- Neue Mitglieder (Personen, die weniger als 6 Monate in der Gemeinde sind): Informationen zu Kursen, Gruppen und nächsten Schritten.
- Eltern (mit Kindern in der Kinderarbeit): Updates zur Kinderarbeit, Veranstaltungen für Eltern oder Familienressourcen.
- Freiwillige (Personen, die in irgendeiner Form in der Gemeinde dienen): Dienstpläne, Erinnerung an Schulungen und Ermutigung.
- Usw...
Sie können weiterhin jede Woche eine gemeindeweite E-Mail versenden... aber für gezieltere Kommunikation ist die Listen-Segmentierung äußerst hilfreich.
Tipp #4: Lassen Sie nicht die KI schreiben
Es gibt viele Möglichkeiten, KI im Kirchenmarketing einzusetzen, aber wenn KI Ihre Newsletter schreibt... verlieren sie schnell an Lebendigkeit und Wirkung.
Die wirkungsvollsten Gemeindebriefe kommen von jemandem, der mit Ihnen teilt—und nicht einfach etwas verkündet. Daher ein wertvoller Tipp:
Versenden Sie Ihre wöchentliche Mail von einer echten Person (Pastor, Gemeindeleitung, Ehrenamtlichen, Mitglied). Warum ist das hilfreich?
- Es baut Beziehungsnähe auf. Eine Nachricht mit dem Ton und den Worten eines echten Mitglieds wirkt persönlicher – auch wenn sie kurz ist.
- Es erhöht die Öffnungsraten. Personen öffnen eher eine E-Mail von „Pastor Jim“ als von „Evangelische Gemeinde Musterstadt“.
- Es macht Gemeindeleben menschlicher. Das erinnert daran, dass Gemeinde nicht nur aus Veranstaltungen und Hinweisen besteht – sondern aus Menschen, die Menschen begleiten.
Selbst wenn Antworten ins Gemeindebüro gehen, schafft der persönliche Ton dennoch eine Verbindung. Und diese Verbindung macht aus „nur einer weiteren E-Mail“ etwas Lesenswertes.
Tipp #5: Wiederholen Sie sich ruhig
Sie nerven niemanden, wenn Sie wichtige Informationen öfter nennen – im Gegenteil: Sie helfen den Menschen.
Die meisten in Ihrer Gemeinde sind nicht ständig mit Ihren E-Mails beschäftigt. Sie haben viel zu tun, lesen nur quer und vergessen dann schnell wieder etwas. Danach fühlen sie sich frustriert oder ausgeschlossen, wenn sie etwas verpassen.
Joshua Gordon
Diese Frustration und das Gefühl, außen vor zu sein, entstehen nicht, weil Sie nicht kommuniziert haben—sondern weil Sie sich per E-Mail einfach wiederholen müssen.
Eine gute E-Mail-Strategie wiederholt Schlüsselinformationen mindestens 2–3 Mal vor:
- Anmeldungen für Veranstaltungen
- Fristen für Registrierungen
- Besondere Spendenaktionen
- Einmalige Kurse oder Gruppen
Klarheit schlägt Kreativität jedes Mal. Wenn es wichtig ist, sagen Sie es ruhig mehrmals.
Tipp #6: Geben Sie den Menschen einen Grund zu abonnieren
Gehen Sie nicht davon aus, dass sich jemand auf Ihre Liste einträgt, nur weil es sie gibt. Erklären Sie ihnen warum es wichtig ist – und machen Sie es leicht, Ja zu sagen.
Jedes Mal, wenn jemand in Kontakt mit der Gemeinde kommt (online oder vor Ort), sollte dies eine freundliche Einladung sein, verbunden zu bleiben. Der Nutzen muss klar erkennbar sein. Zum Beispiel so:
Abonnenten unserer E-Mail-Liste bleiben über alles rund um unsere Gemeinde informiert. Hier anmelden.
Stellen Sie sicher, dass Ihr Formular zur Newsletter-Anmeldung:
- Sichtbar ist (nicht im Fußbereich der Website versteckt oder hinter einer Anmeldung verborgen)
- Zugänglich ist (auf Mobilgeräten funktioniert und schnell auszufüllen ist)
- Überall erreichbar ist (in Veranstaltungsseiten, Formularen und Folgetransaktionen eingebunden)
Denken Sie daran: Sie verkaufen kein Produkt. Sie laden Menschen zu einer regelmäßigen Verbindung ein. Halten Sie es einfach, klar und wertvoll.
Joshua gordon
Tipp #7: Machen Sie Ihre E-Mails lesenswert
Wenn Ihre E-Mails nur aus routinemäßigen Ankündigungen und organisatorischen Hinweisen bestehen, werden die Menschen diese wie Spam behandeln – selbst wenn sie Ihre Gemeinde mögen.
Aber wenn Sie etwas Seelenvolles einfügen – ein kurzes Gebet, einen Bibelvers, ein ermutigendes Wort – werden die Menschen Ihre E-Mails nicht nur wegen der Informationen öffnen. Sie öffnen sie, weil sie sich umsorgt fühlen.
Das hilft dabei:
- Beginnen Sie mit einem kurzen, einleitenden Gedanken oder einer Reflexion.
- Beziehen Sie ein Thema ein (Großzügigkeit, Gegenwart, Vergebung usw.).
- Schließen Sie mit einer einfachen Ermutigung oder einem Gebet ab.
Sie liefern nicht nur Updates. Sie begleiten die Menschen seelsorgerlich im Posteingang.
Tipp #8: Für Smartphones gestalten (Einfache Struktur + Fotos verwenden)
Die meisten Menschen lesen E-Mails auf ihrem Smartphone. Das bedeutet: Lange Absätze und sperrige Layouts sind Ihr Feind. Machen Sie Ihre E-Mails leicht überfliegbar und scrollbar. Strukturieren Sie Inhalte klar. Nutzen Sie Überschriften. Integrieren Sie deutliche Links. Und fügen Sie echte Fotos Ihrer Gemeindemitglieder hinzu – nicht nur Stockfotos.
Hilfreich sind:
- Fett hervorgehobene Überschriften für jede Sektion
- Kurz gehaltene Absätze
- Echte Gesichter aus Ihrer Gemeinde
- Auffällige Buttons oder Links
Wenn das Layout übersichtlich und ansprechend ist, lesen die Leute Ihre Mail – selbst in der Warteschlange im Supermarkt.
Tipp #9: Machen Sie Ihr „Anmelde“-Formular leicht auffindbar
Verstecken Sie das E-Mail-Anmeldeformular nicht ganz unten auf Ihrer Webseite und hoffen auf das Beste. Ihre E-Mail-Liste ist eines Ihrer wichtigsten Kommunikationsmittel – behandeln Sie sie entsprechend.
Gute Orte zur Bewerbung:
- Auf der Bühne während des Begrüßungs- & Infoteils Ihres Gottesdienstes
- Im Gemeindebrief oder auf der Kontaktkarte
- In Ihrem Social-Media-Marketing
- Auf Ihrer Startseite und Kontaktseite, in der Nähe von dem Logo Ihrer Gemeinde
- In jeder „Danke für Ihren Besuch“-Nachricht
Nutzen Sie auch Ihre eigene persönliche Online-Plattform als Pastor(in), um Besucher zu generieren. Wenn Ihr Hauptaugenmerk auf Social Media liegt, führen regelmäßige Links auf Ihre Website mehr Besucher zum Kontaktformular. Seien Sie kreativ in der Ansprache – und die Abonnenten werden kommen.
Lassen Sie die Leute wissen, wofür sie sich anmelden – und warum es sich lohnt.
Tipp #10: Wählen Sie eine ChMS-Plattform, die das erleichtert
Sie brauchen nicht unbedingt ein ausgefeiltes Tool. Es reicht, wenn Sie ein System wählen, das Ihr Team gerne nutzt. Die meisten besten Verwaltungsprogramme für Gemeinden bieten diese Funktionen an – oder sind zumindest sehr kompatibel mit Branchenführern wie Mailchimp, Aweber usw.
Achten Sie auf diese Funktionen:
- Drag-and-Drop-E-Mail-Editoren
- Einfache Segmentierung der Listen
- Automatisierung und Planungsoptionen
- Mobilanpassbare Vorlagen
- Robuste Analysen (Öffnungen, Klicks, Abmeldungen)
Ob Mailchimp, Breeze oder ein anderes Tool, das Ihre Gemeinde für die Verwaltung verwendet – wählen Sie, was für Ihren Kontext funktioniert. Das richtige Tool spart Zeit, baut Vertrauen auf und sorgt dafür, dass Ihre Nachricht ankommt.
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